Rumms, das hat gesessen. Gegen das Team der Stunde konnten sich die Erstliga-Volleyballer der FT 1844 Freiburg am späten Sonntagnachmittag mit 3:0 behaupten. Splitter eines deutlichen Auswärtserfolg.
Unterwegs mit den Helden – der Ausflug der XS-Dschungelbande
Vier völlig enthusiasmierte Mitglieder der Dschungelbande tanzten am späten Sonntagnachmittag eine gute Stunde durch. Jonas, Vincent, David und Sebastian heißen die vier passionierten Supporter der Freiburger Erstliga-Volleyballer, die sich Sonntag auf den Weg ins ferne Haching gemacht hatten. Ihr Ziel: Ihre Dschungelbande zum Sieg schreien.
Job done – könnte man den vier Abiturienten ins Zeugnis schreiben, denn am Ende jubelten sie mit den Affen auf dem Feld um die Wette. Für gut eine Stunde lang beobachteten sie, wie die Schmetterkünstler der FT 1844 Freiburg gegen das Team der Stunde erfolgreich zu Werke gingen.
Denn der TSV hatte zuletzt für mächtig Aufsehen gesorgt. Erst hatten die Grünjacken sensationell den Tabellenfünften aus Giesen mit 3:1 geschlagen, dann setzten sie in Lüneburg beim Tabellenführer ein Ausrufezeichen drauf – erst im Tiebreak mussten sie sich den Lünehünen geschlagen geben.
Auf Freiburger Seite war der Respekt im Vorfeld daher groß gewesen, zumal die Affen das Hinspiel im November nur ausgesprochen knapp mit 3:2 für sich hatten entscheiden können. Entsprechend glücklich strahlten die vier Supporter hinterher auf dem gemeinsamen Teamfoto.
Die becksche Prophezeiung
Am Ende sollte der dienstälteste Mitarbeiter der Affenbande mal wieder recht behalten. Schon am Vorabend hatte der Co-Trainer der Affenbande, Wolfgang Beck, prophezeit, dass man nur dann bestehen könne, wenn man die starken Hachinger Mittelangreifer vom Netz weghalten könne.
Gesagt, getan, denn das Team um Luc Hartmann setzte gegen die formstarken Randmünchner Nadelstiche im Minutentakt von der Aufschlaglinie. Das ganze Mixtape hagelte auf den Annahmeriegel der Hachinger.
Yannick Harms penetrierte die Annahmereihen abwechselnd mit kurzen und harten (Hybrid-)Aufschlägen, Luc Hartmann variierte ständig zwischen Sprung- und Flatteraufschlag, Freddy Frisch servierte mutig scharf wie immer, hinzu kamen die Aufschlagasse von Lorenz Rudolf. Der Aufschlagswellengang der Affenbande brachte das Hachinger Angriffsschiff ins beständige Wanken. „Das war ein Schlüssel“, befand Beck hinterher.
Welcher zweite Anzug? Ein Team aus Startern und Finishern
„Ein anderer Schlüssel“, so Beck, „war, dass wir aktuell unsere Chancen konsequenter nutzen als zu Saisonbeginn.“ Was er damit meint, hat zwei Ebenen. Zum einen nutzen die Freiburger aktuell ihre Chancen im Spiel konsequenter. Dankebälle, Möglichkeiten aus der Transition, Overpasses – all das mündet derzeit hochprozentig in Punkten.
Zum anderen kommen aktuell zudem große Impulse von außen. Als vergangen Mittwoch gegen Bitterfeld Charlie Figy und Anton Jung ausfielen, und sich dann noch Liam Kristjanson schlimm am Fuß verletzte, sprangen Luc Hartmann, Freddy Frisch und Karl-Lennart Klehm erfolgreich in die Bresche. „Natürlich geben wir ihnen dann weiterhin die Chance“, erklärte Beck den Kniff, die drei Spieler gegen Haching weiterhin auf der Platte zu lassen.
Alle drei dankten es mit blitzsauberen Vorstellungen. So darf es aus Sicht der Dreisam-Volleyballer gerne weitergehen. Auch wenn das Verletzungspechn dann für diese Saison hoffentlich einmal ausgeschöpft ist. Vielleicht ist am Freitag dann auch was drin gegen das nächste Überraschungsteam. Zum Wochenschluss gastiert da nämlich Königs-Wusterhausen im Dschungel. Das Team, das am Wochenende Lüneburg ebenfalls in den Tiebreak zwang und im Kampf um die Playoff-Plätze gerade vor den Affen platziert ist.
(Foto: Noah Mühlbauer)