Die FT 1844 erwischt in Giesen zwar einen hervorragenden Start, geht am Ende gegen die Grizzlys jedoch leer aus.
Es ging so gut los für die Affenbande in der Hildesheimer Grizzlyhöhle. Früh im ersten Satz können sich die Freiburger deutlich absetzen und es riecht mit dem ersten Satzgewinn danach, als könnten die Affen wichtige Punkte klauen. Doch bereit in Durchgang zwei kommen die Gastgeber aus Giesen stark zurück und entscheiden die nächsten drei Sätze recht klar für sich. Endstand: 3:1 (20:25, 25:15, 25:21, 25:18).
„Schade! Wir starten megageil rein und wollten alles auf dem Feld lassen, um Punkte im Playoff-Rennen zu holen“, gibt FT-Zuspieler Lorenz Rudolf unmittelbar nach der Partie zu Protokoll. Immer wieder gelingt es der Affenbande zu Spielbeginn, ihr schnelles Angriffsspiel aufzuziehen, auch in der Block- und Feldabwehr packen die Freiburger wiederholt erfolgreich zu. Bei schlechter Angriffssituation recycelt man geschickt und baut neu auf – Volleyball, wie man es in Freiburg spielen will. Giesen hingegen kommt nur schleppend ins Spiel – in der Auszeit bei 14:20 findet deshalb Kapitän Jan Röhling deutliche Worte.
Ob die emotionale Ansprache des Zuspielers Röhling verspätete Wirkung zeigte, oder ob andere Faktoren entscheidend waren, werden wir nie wissen. Jedenfalls kommen die Gastgeber deutlich verändert aus der Satzpause. Nun kann sich Giesen früh im Satz absetzen – die Affenbande läuft nur hinterher. Lorenz Rudolf zu den Gründen: „Wir kriegen es dann nicht mehr ganz auf die Platte in den letzten drei Sätzen. Ich glaube wir haben es insgesamt in Aufschlag-Annahme verloren. Giesen konnte sehr oft aus guter Annahme heraus spielen. Ärgerlich!“ Statistisch lässt sich das Gefühl des 30-Jährigen durchaus untermauern. So muss Freiburg 33-mal aus schlechter Annahme angreifen, Giesen hingegen nur 22-mal. Hinzu kommt, dass die Block- und Feldabwehr der Grizzlys deutlich besser zupackt: 8 direkte Blockpunkte der Hausherren stehen nur 2 der Gäste gegenüber, Giesen greift zudem 40-mal nach eigener Abwehr an, Freiburg nur 24-mal.
Nach einem deutlichen Giesener Satzgewinn im zweiten Durchgang, kann Freiburg das Spiel im dritten und vierten Satz zwar ausgeglichener gestalten, kommt jedoch nicht mehr so richtig ran. Ein paar knappe Entscheidungen sorgen zwischendurch noch für Gesprächsstoff zwischen beiden Teams, bei denen es schon in der Vergangenheit immer mal etwas hitzig wurde. Doch alles bleibt im Rahmen. Lorenz Rudolf dazu: „Das ist ja irgendwie auch geil. Ich fands jetzt heute auch überhaupt nicht unsportlich oder so.“
Da die Tabellennachbarn der Affen an diesem Spieltag großteils auch nicht punkten konnten, hat sich im Playoff-Rennen noch nicht so viel verändert. So muss die FT in den kommenden Spielen die ersehnten Punkte holen.