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Clara Kohler verteidigt Sieg am Schauinsland, 2 weitere Podestplätze für FT

Unterschiedlicher konnten die 2 BWIC-Etappen im Juli nicht sein: der Marathon in München steht auf einem flachen Rundkurs für schnelle Zeiten. Bereits eine Woche später hieß es dann beim Bergeinzelzeitfahren auf den Schauinsland weniger weit aber dafür hoch hinaus. Beide Renne hatten im verregneten Juli aber Wetterglück :-)

20. Juli: Marathon Oberschleißheim / München

Die Strecke führt hier um das ehemalige olympische Becken der Ruderregatta, es ist also ein Rundenrennen. Diese erhielt vor wenigen Jahren einen neuen Belag, seitdem ist diese Strecke noch schneller geworden. Für die FT-Speedskater gingen hier an den Start: Jens Kohler, Lars Rahmelow-Junker, Johannes Walter, Dietmar Späth und Trainer Sascha Kessler. Sowie unser ehemaliger Martin Schaller der auf Heimaturlaub war und das Rennen mit fuhr für seinen neuen Verein in Spanien. Die Wiedersehensfreude war auf jeden Fall groß auf beiden Seiten! 

Sascha, Dietmar und Jens kamen mit nur 9 Sekunden Unterschied ins Ziel. Johannes Walter folgte mit 11 Minuten Rückstand auf das Trio. Lars ereilten im Rennen leichte Kreislaufprobleme, wegen denen er das Rennen vorzeitig beendete / ausstieg. Was richtig und sinnvoll war und er nach einer Pause wohlbehalten mit seinen Vereinskollegen nach Hause fahren konnte. 

In der BWIC-Teamgesamtwertung zeichnet sich ein enger Zweikampf zwischen dem SSC Heilbronn und dem Speedteam Freiburg FT 1844 ab. Bis jetzt liegen die Heilbronner knapp vorne. Das wird bis zum letzten Rennen in Ulm im September spannend bleiben wer dieses Jahr den Titel holt. 


27. Juli: Schauinslandkönig (Distanz 11,5 km, ca. 770 Höhenmeter)

Schlimmer konnte eine Wettervorhersage für ein Bergaufrennen kaum sein - Starkregen und Gewitter - entsprechend startete nur ein recht kleiner aber top-besetzter Kreis hoch auf den Schauinsland. Und dann kam es wie fast schon Tradition seit 2007: alles trocken - auch auf dem neuen Feinbelag, ja teils sogar sonnig, während es in Freiburg selbst schüttete. Erst zur Siegerehrung brach es kurz und heftig aus den Wolken, bevor die Könige den Thron besteigen konnten.

Matthias Nägeli (Limmattal, Schweiz) machte seine Siegambitionen von Anfang an deutlich und erlebte auf der kurvenfreudigen Strecke auch keinen Einbruch (wie vor 2 Jahren) - er kam ungefährdet mit einer 51er Zeit auf rund 1200 Höhen-Metern an. Spannender war der Kampf um die Vizekrone. Hier schien Jochen Glasbrenner (Heilbronn) zunächst uneinholbar, doch Markus Zürcher (Flüss, Schweiz) rückte mit Jens Kohler (Freiburg) nach und nach ran. Nach einer Sprintüberraschung durch Jens an der einzig flacheren Stelle fiel es Jochen zunehmend schwerer mitzuhalten. Gegen Ende zog dann auch Markus noch mit rund 1 Minute Vorsprung davon (53 min).

Weitere zwei FT-Speedskater schafften beeindruckende Zeiten unter 1 Stunde! Das war zum einen Wolfgang Schuler der eigentlich ohne Teilnahmeambitionen mit den Skates (wenn dann Rennrad) trotzdem fleißig fast jedes Bergtraining mit absolvierte und am Ende aufgrund der schwierigen Personallage diese Saison dann doch das Team mit seiner Teilnahme unterstützte. Noch kurzfristiger und nach nur einem Testbergtraining entschied sich Dietmar Späth für die Teilnahme am Schauinsland. Dietmar passierte nach 58:39 und Wolfgang nach 59:12 Minuten den Zielbogen, was Platz 6. und 7. bedeutete.

Johannes Walter stellte sich trotz des Sturzes in Schaffhausen der sein Training etwas unterbrach der Herausforderung Bergeinzelzeitfahren. Verständlicherweise fiel es ihm dieses Jahr schwerer, was sich auch in seiner Zeit widerspiegelte. Trotzdem erkämpfte er sich in 71 Minuten mit Platz 9. noch eine Top Ten Platzierung.

Bei den Damen traten diesmal nur zwei Freiburgerinnen an. Souverän in ziemlich genau 1 Stunde stürmte Clara Kohler in persönlicher Bestzeit den Freiburger Hausberg! Damit verteidigte Clara beeindruckend ihren Vorjahressieg. Noch dazu, weil sie am Vortag bereits einen Wettkampf vom Löwen-Cup bestritten hat.

Silke Ziemiecki nahm zuletzt 2018 am Schauinslandkönig teil. Dieses Jahr bewog sie die neu asphaltierte Strecke, die kurze Anfahrt und ein noch nötiges Ergebnis für die BWIC-Gesamtwertung zur Teilnahme, sowie die Teamunterstützung. Mit Respekt ging Silke auf die Strecke, da (viel und nur) bergauf skaten nicht ihr Ding ist. Dementsprechend hatte sie ähnlich wie Johannes Walter sehr zu kämpfen an und mit dem Berg. Tapfer hielt sie durch und erreichte nach langen 2h und 7 Minuten das Ziel. In Zukunft wird sie wieder als Fotografin, Fan und Mädchen für alles für die Vereinskollegen an (aber nicht mehr auf) der Strecke vom Schauinsland zu finden sein.

Aber beim Schauinsland sind alle Sportler/innen die oben ankommen Könige und Königinnen, egal in welcher Zeit! Jetzt ist bis Mitte September ausreichend Zeit zur Erholung, dann steht der BWIC-Endspurt mit noch 2 Halbmarathons an.

Text: Jens Kohler / Silke Ziemiecki / Bilder: Clara Kohler, J. Schweizer, Silke Ziemiecki

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BWIC - Schauinsland

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