Gleich zweimal muss die Affenbande an diesem Wochenende in der Hauptstadt ran. Sonnabend geht es für die Erstliga-Volleyballer der FT 1844 Freiburg gegen Serienmeister BR Volleys, Sonntag dann gegen die Talentschmiede des VCO Berlin. Was ist drin für die Affen?
Herkulesaufgabe im Berliner Volleyballtempel
Auf dem Papier treffen am Samstagabend zwei Teams im Flow aufeinander. Gastgeber Berlin hat zuletzt mehrmals in Serie gepunktet, unter der Woche in der Champions League Berlin bezwungen und am Sonntag davor Tabellenführer Lüneburg kaltgestellt. Seit der Trainerentlassung von Joel Banks ist das Team von Teamchef Kaweh Niroomand auf der Siegesstraße.
Die Affenbande ihrerseits hat zuletzt ebenfalls mehrmals gepunktet. Fünf der letzten sechs Spiele konnten die Freiburger Erstliga-Volleyballer für sich entscheiden. Es gibt schlechtere Bilanzen. „Trotzdem gehen wir natürlich als absoluter Außenseiter in das Duell“, sagt Wolfgang Beck, Mittrainer der Affenbande und erfahrenste Recke der Schmetterkünstler von der Dreisam.
In den bisherigen fünf Duellen gegen die Hauptstadt-Volleyballer konnten die Affen gerade einmal ein mageres Sätzchen gewinnen. „Damit da was geht, müssen wir an die Kante und Berlin einen schwachen Tag erwischen“, sagt Beck. Und schwache Phasen erlauben sich die Berliner heuer öfters. Die Souveränität aus den Vorjahren ist ein wenig dahin. Ob die Affenbande daraus Profit schlagen können wird? Der Samstagabend wird es zeigen.
Bei den Talenten der Republik
Keine 24 Stunden später muss das Team von Kapitän Luc Hartmann dann beim VCO Berlin ran. Zur besten Kaffee- und Kuchenzeit schmettert die Affenbande dann im Sportforum gegen die größten Talente des Landes. Denn beim VCO baggert die U21 Nationalmannschaft.
Diese Saison war für die Nachwuchskräfte von Verletzungspech geprägt. Aber wie so oft, melden sich Teams vor den Duellen gegen die Affenbande wieder in Topform. Gegen Freiburg steht beispielsweise Zuspieler Philipp Seils wieder zur Verfügung, ebenso werden extra für das Spiel die beiden Friedrichshafener Talente Anton Müller und Chris Oberglock nach Berlin gekarrt.
Die 1844-Spieler hingegen sind wieder einmal von Verletzungssorgen verfolgt. Selten war eine FT-Saison von mehr Personalpech geprägt als die aktuelle. Die Ausfälle dieses Wochenende: Liam Kristjanson hat nach seiner Knöchelverletzung erst einmal trainiert, Anton Jung fällt erneut krank aus und auch hinter dem Einsatz von Nationalspieler Fabian Hosch steht ein Fragezeichen.
„Das gesamte Wochenende gilt: Wir müssen trotz aller Personalsorgen unserem Spiel treu bleiben, dann können wir was holen“, sagt Wolfgang Beck. Bei der Affenbande hoffen sie, dass sie ihren Stil auch in der Hauptstadt durchbringen können. Dass ihnen das trotz der bisher herausfordernden Personalsituation immer wieder gelingt, haben die Affen schon zu Genüge bewiesen.