Affenbande mit erfolgreichem Berlin-Wochenende
Mit einem intensiven Auswärtsdoppelpack in Berlin startete die FT 1844 Freiburg in ein anspruchsvolles Bundesliga-Wochenende. Am Samstagabend wartete mit dem amtierenden Meister BR Volleys eine der schwersten Aufgaben der Liga, ehe es am Sonntag beim Nachwuchsteam des VCO Berlin darum ging, die Pflichtaufgabe zu erfüllen. Am Ende standen für die Affenbande ein respektabler Satzgewinn beim Favoriten sowie ein souveräner Drei-Punkte-Erfolg – ein insgesamt positives Fazit für die Mannschaft von Jakob Schönhagen.
Beim Gastspiel in der Max-Schmeling-Halle musste Freiburg personell improvisieren. Zuspieler Fabian Hosch fehlte angeschlagen, auch Außenangreifer Anton Jung stand krankheitsbedingt nicht zur Verfügung. Trainer Schönhagen nutzte die Situation für eine mutige Rotation und schickte eine stark veränderte Startformation aufs Feld. Lorenz Rudolf übernahm das Zuspiel, Marco Frohberg begann im Diagonalangriff, Liam Kristjanson und Karl-Lennart Klehm bildeten den Mittelblock. Auf Außen starteten Luc Hartmann und Jannik Brentel, Jonathan Schönhagen agierte als Libero.
Der deutsche Meister zeigte sich zunächst unbeeindruckt von der ungewohnten Freiburger Formation und setzte die Gäste früh mit hohem Aufschlagdruck unter Druck. Die Berliner fanden immer wieder Lücken in der Annahme der Affenbande und zogen schnell davon. Trotz taktischer Anpassungen und früher Auszeiten ließ sich der Favorit nicht aus dem Rhythmus bringen und entschied den ersten Satz deutlich für sich.
Im zweiten Durchgang stellte Freiburg erneut um – und überraschte die BR Volleys nun spürbar. Mit frischem Personal, mutigem Aufschlagspiel und viel Energie gelang den Freiburgern ein starker Start. Mehrere direkte Aufschlagpunkte sorgten für eine frühe Führung, Berlin musste sich erst wieder herantasten. Zwar glich der Meister in der Satzmitte aus, doch Freiburg blieb stabil. In einer engen Schlussphase behielt die Affenbande die Nerven, wehrte mehrere Satzbälle ab und sicherte sich schließlich in einem langen Schlagabtausch den verdienten Satzgewinn – ein Achtungserfolg beim Spitzenreiter.
Die Antwort der Berliner folgte jedoch prompt. In den Sätzen drei und vier erhöhte der Meister deutlich das Tempo, agierte variabler im Angriff und stabiler in der Abwehr. Freiburg hatte nun größere Schwierigkeiten, konstanten Aufschlagdruck zu erzeugen, und leistete sich zudem einige Eigenfehler. So gingen beide Durchgänge klar an die Hausherren, die das Spiel letztlich mit 3:1 für sich entschieden.
Keine 24 Stunden später stand für die Affenbande das nächste Spiel in der Hauptstadt an – diesmal beim VCO Berlin. Gegen das Nachwuchsteam mit Sonderspielrecht in der 1. Bundesliga war die Ausgangslage klar: Drei Punkte waren Pflicht. Im Vergleich zum Vorabend kehrte Freiburg wieder zur Stammformation zurück. Fabian Hosch übernahm erneut das Zuspiel, Brendan Mills startete im Diagonalangriff. Yannick Harms und Jannik Brentel begannen auf Außen, Charlie Figy und Freddy Frisch im Mittelblock, Timothy McIntosh agierte als Libero.
Der VCO erwischte einen guten Start und hielt mit mutigem Angriffsspiel zunächst gut mit. Vor allem die jungen Berliner Talente zeigten ihre individuelle Qualität. In der Satzmitte übernahm Freiburg jedoch zunehmend die Kontrolle. Mit stabiler Annahme, variablem Angriffsspiel und einem starken Block – insbesondere durch Brendan Mills – setzte sich die Mannschaft von Jakob Schönhagen ab und entschied den ersten Satz mit 20:25 für sich.
Auch im zweiten Durchgang begann der VCO selbstbewusst und erspielte sich zeitweise einen kleinen Vorsprung. Kurze Bälle hinter den Block stellten die Freiburger kurzzeitig vor Probleme, doch die Affenbande fand schnell Lösungen. Eine starke Aufschlagserie des eingewechselten Lorenz Rudolf, inklusive zweier Asse, brachte Freiburg in Führung. Spätestens jetzt war der Favorit tonangebend und ließ den Satz mit 18:25 sicher auslaufen.
Im dritten Satz kam Karl-Lennart Klehm für Charlie Figy in den Mittelblock und überzeugte gemeinsam mit Freddy Frisch mit wuchtigen Angriffen über die Mitte. Freiburg schien bereits auf der Zielgeraden, doch der VCO kämpfte sich noch einmal heran. Starke Aufschläge von Diagonalangreifer Oberglock brachten die Gastgeber bis auf 23:24 heran und zwangen Trainer Schönhagen zu einer Auszeit. Nach einem abgewehrten ersten Gegenangriff setzte Brendan Mills im zweiten Versuch den entscheidenden Punkt und machte mit dem 23:25 den Auswärtssieg perfekt.
Zum MVP der Partie wurde Außenangreifer Jannik Brentel gewählt, der mit konstant guten Aufschlägen und variablem Angriffsspiel überzeugte. Mit dem Satzgewinn beim Meister und dem Pflichtsieg beim VCO kehrte die Affenbande somit mit einem insgesamt gelungenen Berlin-Wochenende im Gepäck nach Freiburg zurück.