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Elektrisierendes Playoff-Duell mit einem alten Bekannten

Wenn es in der Hinrunde der Bundesliga eine Partie gab, die die Volleyballer der FT 1844 Freiburg gerne noch einmal wiederholen möchten, dann ist es vielleicht das Auswärtsspiel bei den Netzhoppers Königs Wusterhausen. In einem Spiel der verpassten Möglichkeiten unterlag die Affenbande mit 1:3 Sätzen. An diesem Freitag, 23. Januar, bekommen die Freiburger im Rückrunden-Vergleich die Chance, es besser zu machen (20 Uhr, Act-Now-Halle). Ein Heimsieg wäre obendrein im Playoff-Rennen goldwert.

Affen gegen Kängurus - ein Blick auf die Bundesliga-Tabelle verdeutlicht den Stellenwert des Duells zwischen den Südbadenern und den Brandenburgern aus dem Berliner Einzugsgebiet. Freiburg hält als Tabellensiebter mit 28 Punkten derzeit den vorletzten Playoff-Rang. Die Netzhoppers Königs Wusterhausen sind Neunter mit 24 Zählern, haben aber bislang zwei Spiele weniger als die FTler ausgetragen. Das Team von Trainer Jakob Schönhagen könnte also mit einem Heimerfolg einen Konkurrenten etwas auf Abstand halten, die Netzhoppers umgekehrt mit einem Zweier (3:2) oder Dreier (3:1 oder 3:0) auf Tuchfühlung zu den Top Acht gehen.

Königs Wusterhausen gab sich in den vergangenen Partien gegen die Spitzenmannschaften Lüneburg und Giesen erst im Tiebreak geschlagen (jeweils 2:3). Zwei Spieler ragen beim Team des australischen Trainers Liam Sketcher heraus: Zum einen ist es Außenangreifer Theo Timmermann. Der 29-jährige Außenangreifer ist zwar mit einer Körpergröße von 1,90 Meter auf seiner Position kein Riese, das KW-Eigengewächs beeindruckt aber mit Sprungstärke, einem schnellen Armzug - und nicht zuletzt seiner Wucht, die er beim Aufschlag entwickeln kann. Timmermann ist aktuell der punktbeste Aufschläger der Bundesliga. Dass er vor allem gegen Satzende gerne Asse schlägt, musste die FT 1844 bereits im Hinspiel leidvoll erfahren. Als zweiter Akteur hat sich in dieser Saison Lovis Homberger bei den Netzhoppers in Rampenlicht gespielt. Der 21-jährige Diagonalangreifer liegt im Ranking der Angriffspunkte auf Platz vier aller Bundesligaspieler - und trifft am Freitag auf seinen Heimatverein. Der 2,04 Meter große Homberger kam bei der FT 1844 zum Volleyball, ehe er über die Stationen VolleyYoungstars Friedrichshafen und VCO Berlin 2023 zu den Netzhoppers wechselte. In der laufenden Runde hat Homberger auf seiner Position große Fortschritte gemacht.

Die Gastgeber freuen sich am Freitag also auf einen alten Bekannten auf der anderen Netzseite - und haben dennoch keine Geschenke zu verteilen. Die Form des Ensembles von Trainer Jakob Schönhagen zeigt aktuell deutlich nach oben. Trotz gesundheitsbedingter Ausfälle gelangen vier Siege aus den vergangenen fünf Bundesliga-Partien, am vergangenen Sonntag ein äußerst überzeugendes 3:0 bei Haching München. In der Act-Now-Halle peilt die Affenbande obendrein den fünften Heimsieg in Folge an. Wenn die Freiburger Fans, allen voran die Stimmungsmacher der Dschungelbande, ihre Mannschaft wieder gewohnt lautstark anfeuern, dann sollte der Funke elektrisierend aufs Feld überspringen.

(Foto: Achim Keller)

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