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Ersatzgestärkte Freiburger

In einem äußerst wilden Spiel setzte sich die FT Freiburg am Mittwoch mit 3:1 (25:19, 22:25, 26:24, 25:22) gegen die cerebricks Volley Goats Mitteldeutschland im Heimspiel in der 1. Volleyball-Bundesliga der Männer durch. Die Vorzeichen waren alles andere als günstig, mit denen die favorisierten Freiburger ins Spiel gehen mussten. Die zuletzt in hervorragender Form befindlichen Charles Figy und Anton Jung mussten krankheitsbedingt passen. In einem völlig verkorksten zweiten Satz musste auch noch Liam Kristjanson verletzt raus.

Was dann in der Halle, auf dem Feld und auf den Rängen geschah, ist mit dem einzigen Wort „Zusammen“ perfekt beschrieben. „Auf unsere Whiteboard hatten wir Anfang dieser Woche ,together‘ geschrieben. Genau das haben alle heute hervorragend gemacht“, sagt Trainer Jakob Schönhagen.

Die Freiburger waren konzentriert in das Spiel gestartet und zwangen die Goats früh zu einer Auszeit. Bis sich die Gegner auf das umformierte Freiburger Team eingestellt hatten, war der erste Satz eingetütet. Doch schon zu dem Zeitpunkt wurde deutlich, dass dieses Spiel über die Mitte entschieden werden würde. Im zweiten Satz punkteten die Mittelblocker der Goats fast nach Belieben und standen sicher im Block. Der zweite Satz ging verdient an die abstiegsbedrohten Volleys aus Sachsen-Anhalt. 

Es wirkte schon so, als würde sich das im dritten Satz fortsetzen. Teams in der Freiburger Situation werden dann oft als ersatzgeschwächt tituliert. Doch was die Freiburger dann zeigten, war das Gegenteil. Regelrecht ersatzgestärkt trumpfte das Team auf.  Nach einer Serie von Punkten durch Karl-Lennart Klehm und Freddy Frisch durch die Mitte hatten nun auch die Außenangreifer mehr Raum. Luc Hartmann und Yannick Harms verwerteten konsequent ihre Chancen selbst in schwierigen Situationen. 

„Hervorheben muss man hier Karl-Lennart und Freddy, die unglaublich in die Bresche gesprungen sind. Auch Luc hat das super gemacht“, lobt Trainer Schönhagen ausnahmsweise mal einzelne Spieler. Dass Diagonalangreifer Brendan Mills erneut bester Scorer war, erwartet man in Freiburg nach dessen durchwachsenem Saisonbeginn offenbar schon.

Die Goats hatten in dritten Satz beim 24:23 schon einen Satzball. Wie stark sich das gesamte Freiburger Team angefeuert von den unermüdlichen Fans gegen diesen Punktverlust stemmte, war beeindruckend. 

Der vierte Satz zeigte dann, unter welchem Druck die Volley Goats im Abstiegskampf stehen. In einem sehr kampfbetonten Spiel machten die Freiburger die entscheidenden Fehler weniger und holten die erhofften drei Punkte. Damit klettert die FT in der Tabelle wieder auf den Play-Off-Platz sieben. Als MVP konnte sich das Freiburger Eigengewächs Freddy Frisch feiern lassen.

Am Sonntag, 18. Januar, ab 16 Uhr, steht das nächste Punktspiel bei Haching München an. Die Hachinger ließen am Mittwoch mit einem Punktgewinn bei Tabellenführer Lüneburg aufhorchen. „Wir werden dann erneut versuchen, unserem Gegner einen Punktgewinn sehr schwer zu machen“, sagt Trainer Schönhagen.

(Foto: Juli Saier)

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