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Satzgewinn aber kein Punkt

Die FT-Volleyballer können in Düren nicht die Karnevalsstimmung vermiesen. Gegen das Topteam in den bunten Trikots geht man trotz streckenweise guter Leistung leer aus.

Auswärts in Düren machen es die Affen den Gastgebern zwei Sätze lang richtig schwer, doch müssen am Ende abreißen lassen. Ein souveräner Dürener Auftritt im ersten Satz beschert den Hausherren die Führung, dann kommt die Affenbande besser ins Spiel und macht den zweiten Durchgang zu einem Krimi – jedoch mit besserem Ausgang für die Powervolleys Düren. Auch der dritte Satz ist dann enorm eng, doch diesmal behält die FT die Nerven. Leider kann man an diesen Erfolg im vierten Durchgang nicht mehr anknüpfen und Düren entscheidet das Spiel für sich: 3:1 (25:19, 29:27, 22:25, 25:13).

„Es ist natürlich am Ende ärgerlich, wenn nichts Zählbares dabei rumkommt. Ein Satz gegen Düren ist toll, Düren ist eine Topmannschaft. Aber am Ende sind es halt null Punkte“, so resümiert Außenangreifer Yannick Harms die Partie aus Freiburger Sicht. Schon vor dem Spiel ist die Stimmung in Düren karnevalesk-ausgelassen: Das Prinzenpaar wird begrüßt, die Trikots sind konfettihaft bunt, die Musik lädt zum Schunkeln ein. Und der Beginn gibt den Hausherren weiteren Anlass zum rheinländischen Frohsinn. Die Freiburger Block-Feldabwehr bekommt keinen Zugriff, Dürens Angriff kommt zu leichten Punkten und die Gastgeber können sich früh absetzen. Waren die Freiburger taktisch etwa nicht gut auf die starken Dürener Angreifer eingestellt? Dies verneint Yannick Harms: „Es lag an der Umsetzung. Wir hatten Ideen, wir haben sie nur schlecht umgesetzt.“

Dies ändert sich im zweiten Satz, als es den Affen zunehmend gelingt, die Dürener Angriffe zu entschärfen. „Wir haben viele Touches generiert, gar nicht unbedingt immer Killblocks aber dadurch konnten wir auch mithalten“, erklärt Yannick Harms. Die Freiburger, die ohne Zuspieler Fabian Hosch auflaufen, gestalten den Satz ausgeglichen. Lorenz Rudolf und zeitweise Neuzugang Philipp Seils ziehen die Fäden im Zuspiel. Mit 20:18 ist Freiburg zu Beginn der Crunchtime sogar leicht im Vorteil. Von da an wogt es hin und her: Diagonal Brendan Mills wird erst vom Dürener Block übel runtergeholt, wehrt dann aber mit einer guten Angriffslösung im nächsten Ballwechsel den ersten Dürener Satzball bei 24:23 ab. Dies gelingt der Affenbande in der Folge noch mehrmals, doch letztlich sorgt Mittelblocker Petteri Tyynismaa mit einem Block für den Satzgewinn der Gastgeber. Im dritten Satz kommt Anton Jung für Jannik Brentel, der im Außenangriff gestartet hatte, in die Partie und Freiburg gelingt es trotz anfänglichen Dürener Vorteilen, den Satz eng zu halten. Es geht ausgeglichen in die Satzendphase und letztlich sorgt ein Dürener Netzfehler für den Freiburger Satzball, den Liam Kristianson mit einem Killblock verwandelt.

Leider reißt den Gästen im vierten Satz dann etwas der Faden. Am Ende einer Hammer-Woche mit 4 Spielen innerhalb von sieben Tagen mobilisieren die Affen zwar die letzten Energiereserven, müssen sich aber letztlich den Powervolleys, bei denen Außenangreifer Zachary Hutcheson überragt, geschlagen geben. Jetzt heißt es, schnell zu regenerieren, um dann gegen Warnemünde wieder voll anzugreifen.

 

(Foto: JD PhotoArt)

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