Neues Hauptgebäude
Zentrales Element des neuen Hauptgebäudes ist der zweistöckige Riegel, der die Stelle des alten Burdahallenfoyers und der Geschäftsstelle einnimmt. Äußerlich hat der Riegel den Vorteil, dass er die Stirnfassaden der Burda-, ehemaligen Tischtennis- und Schauenberghalle nicht nur saniert, sondern diese gleichzeitig auch verdeckt. Dadurch wirkt der Gebäudekomplex vom Hauptparkplatz aus betrachtet einheitlich und harmonisch. Die klare, lineare Struktur des Riegels wird durch den Einsatz von Schrägen an der Glasfassade sowie im Inneren aufgelockert, was dem Gebäude eine dynamische Note verleiht – passend zum Thema Sport.
Mit dem zweistöckigen Riegel wurde eine Lösung gefunden, die wenig Fläche benötigt, aber durch die zweistöckige Bauweise viel Raum geschaffen hat. Letztlich wurden nur die Fahrradabstellplätze geopfert, die sich vor dem alten Burdahallenfoyer befanden. Künftig wird es mehr dezentrale Fahrradabstellplätze geben, um den Bedürfnissen der Nutzer:innen besser gerecht zu werden. Neue Flächen zu schaffen, möglichst ohne unbebaute Flächen zu verlieren, war das erklärte Ziel. Zudem sollte ein Gesamtbild entstehen, das die Identität des Vereins widerspiegelt und den Sport in den Gebäuden sichtbar macht. Mit dem Architekturbüro Dörr hat der Verein hier einen Partner gefunden, der die Wünsche und Ideen des Vereins in eine stimmige und zukunftsorientierte Architektur umgesetzt hat.
Der zweistöckige Riegel bildet das zentrale Element des neuen Hauptgebäudes. Er ersetzt das alte Burdahallenfoyer und die Geschäftsstelle und verdeckt so die Fassaden der dahinterliegenden Burdahalle und Schauenberghalle und sorgt für ein ansprechendes, einheitliches Erscheinungsbild. Mit wenig zusätzlicher Fläche wurde viel Raum für den Sport geschaffen. Letztlich wurden nur die Fahrradabstellplätze geopfert.
Im Inneren fungiert das neue Hauptgebäude als zentrale Verteilerstation. Das Erdgeschoss bietet ein großzügiges Foyer mit Info-Point und gemütlichen Nischen zum Verweilen. Von hier aus gelangen Sporttreibende in die Burdahhalle, Judohalle und Schauenberghalle. Im Obergeschoss befinden sich das neue Fitnessstudio „gym1844“ sowie die Geschäftsstelle. Das Untergeschoss beherbergt Umkleiden für Outdoor- und Indoor-Sportler, die TURNbox sowie den PULSraum. Über das Untergeschoss und das Foyer im Erdgeschoss gelangt man direkt in den Stadionbereich mit den Outdoor-Plätzen.
Neben seiner funktionalen Klarheit schafft das Hauptgebäude im Inneren auch Identifikation: Mit einfachen stilistischen Mitteln wird sichtbar, dass sich das Gebäude in der Freiburger Turnerschaft befindet – einem Verein mit Ursprung im Turnsport. So wurde beispielsweise altes Turnkastenholz für ein Leitsystem verwendet. Alte Sprossenwände sind an den Wänden der Geschäftsstelle zu finden, Turnringe wurden zu Lampen umfunktioniert oder dienen als Handtuchhalter und altes Turnleder ziert die Eingänge im Hauptgebäude. Besucher:innen sollen in jedem Winkel spüren, dass sie bei einem Sportverein sind.
Innenraumgestaltung mit Bezug zum Turnsport: Elemente aus alten Sprossenwänden, Turnleder, Holz von Turnkästen und Seilen schaffen eine einheitliche Atmosphäre, die die Identität der Freiburger Turnerschaft von 1844 e.V. widerspiegelt und für Wiedererkennungswert sorgt – ein klarer Bezug zum Sport und zur sportlichen Tradition des Vereins.
Die neuen, großzügigen Trainingsräume im Obergeschoss des Hauptgebäudes wurden im April 2025 in Betrieb genommen. Die bisherigen Flächen im Untergeschoss der Burdahalle wurden durch moderne, gut ausgestattete Räume ersetzt. Mit 600 Quadratmetern bietet das gym1844 jetzt optimale Voraussetzungen für alle Fitnessbegeisterten und schafft eine angenehme Trainingsatmosphäre. Das „alte Fitnessstudio“ ist nicht mehr zu erkennen, doch die familiäre Stimmung ist nach wie vor spürbar und soll weiterhin bestehen bleiben.
Endlich trainieren mit Blick: Während die Burdahalle saniert wurde, trainierten die Studio-Mitglieder weiterhin im Untergeschoss. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten in der Burdahalle zog das Fitnessstudio im Juni 2024 in ein Drittel der Halle um. Während dieses Umzugs war das Studio kurzzeitig geschlossen – ansonsten konnte stets trainiert werden, auch wenn die Bedingungen nicht immer optimal waren. Mit dem Umzug im April 2025 in die neuen Räume im Obergeschoss hat das Studio – das nun gym1844 heißt – seinen festen Platz gefunden. Die hellen und modernen Räume sowie die neuen Geräte sorgen für ein angenehmes Trainingsumfeld. Die herausfordernde Umbauphase hat sich definitiv gelohnt. Im ehemaligen Ausdauerbereich des „alten Fitnessstudios“ befinden sich jetzt Umkleiden, während der Kraftbereich zum PULSE-Raum umgestaltet wurde – dieser dient nun als Fitnessraum für Group Fitness-Kurse.
Die Geschäftsstelle wurde zunächst klassisch mit kleinen Büros für ein oder zwei Mitarbeitende konzipiert. Im Verlauf des Prozesses entschieden sich die Geschäftsführung und die Mitarbeitenden in einem Workshop mit dem Architekturbüro Dörr für ein offenes Konzept: Ein Großraumbüro, das luftig und hell ist und viel Raum für die Mitarbeitenden bietet.
Der große Raum, der sich im Obergeschoss des neuen Hauptgebäudes befindet, wird durch Raumteiler abgetrennt, was nicht nur optisch den Raum belebt, sondern auch für Ruhe in den Arbeitsbereichen sorgt. Zudem gibt es zahlreiche Nischen, die zurückgezogenes Arbeiten ermöglichen und in denen Besprechungen stattfinden können. Das offene Konzept sieht keine festen Arbeitsplätze vor, was die Flexibilität erhöht. Viele Elemente aus dem Sport – darunter ein Gemeinschaftstisch aus altem Burdahallenboden, Sprossenwände sowie Mattenwägen, die als Sofas genutzt werden – sind im Großraumbüro integriert. Diese stilistischen Elemente tragen zur Identifikation mit dem Sport und der FT bei.
Nicht nur optisch hat sich im Vergleich zur alten Geschäftsstelle viel verändert: Die neue Bürostruktur ist auch digitaler geworden, und moderne Arbeitsweisen – wie eine festgelegte Fokuszeit – wurden erfolgreich implementiert.
Innovative Arbeitswelt: Die alte Geschäftsstelle (Bild oben re.) platzte aus allen Nähten und bot keine moderne Arbeitsumgebung. Mit der neuen Geschäftsstelle, die auf einem offenen Konzept basiert, wurden flexible Arbeitsmöglichkeiten geschaffen, die modernes Arbeiten ermöglichen. Durch den Verzicht auf feste Arbeitsplätze wird zudem den Anforderungen einer veränderten Arbeitswelt mit Homeoffice, Teilzeit und flexiblen Arbeitszeiten Rechnung getragen. Der Sport ist ebenfalls integraler Bestandteil: Im Zentrum des Großraumbüros steht ein Gemeinschaftstisch aus altem Burdahallenboden, der mit Gymnastikbällen als Sitzgelegenheiten ausgestattet ist. An den Wänden befinden sich Sprossenwände, während Sitzmöglichkeiten aus Mattenwägen oder Holz von Turngeräten das Raumkonzept ergänzen. Das Konzept des Großraumbüros, das auch Rückzugsmöglichkeiten bietet, wurde eindrucksvoll umgesetzt.
Nur wenige Schritte entfernt von der ursprünglichen Info befindet sich jetzt der neue, zentrale Info-Point - mitten im großzügigen Foyer, das die Besucher:innen zu den Räumen und Außenflächen verteilt. Das große Foyer erstreckt sich über die gesamte Länge des Gebäudes und dient als zentraler Verweil- und Verteilerort. Es verbindet sechs Indoorsportstätten mit einer Gesamtfläche von 3.150 Quadratmetern, alle Funktionsräume sowie den gesamten Außenbereich. Im Zentrum des Foyers befindet sich der Info-Point, der als Anlaufstelle für Besucherinnen und Besucher dient.Vom Foyer aus sind alle wichtigen Bereiche leicht erreichbar: Das Obergeschoss umfasst das gym1844 sowie die Geschäftsstelle, im Untergeschoss befinden sich weitere Räumlichkeiten. Zudem führen Wege zu den Außenplätzen und zu den Sporträumen im Erdgeschoss, darunter die Burdahalle, die Schauenberghalle und die Judohalle. Bereits beim Betreten spürt man die enge Verbundenheit zum Sport – das Thema Sport prägt das Ambiente maßgeblich.
Die Verbindung zu vielen Bereichen: Der Info-Point befindet sich nun zentral im Hauptgebäude - nicht wenige Schritte entfernt vom alten Foyer und Info-Point.
Die Burdahalle wurde in den 1960er Jahren erbaut und war die erste Großsporthalle im FT-Sportpark. Sie hat Generationen von Sporttreibenden beim Training sowie bei Niederlagen und Siegen begleitet – eine Halle voller Emotionen.
Ihr Charme wurde bewahrt: Die Ziegelmauer blieb erhalten, nicht nur aus ästhetischen Gründen, sondern auch wegen ihrer besonderen akustischen Wirkung. Ebenso ist die große Glasfront mit Blick zur Dreisam nach wie vor ein Markenzeichen der Halle. Die Beibehaltung der Glasfront war kein leichtes Unterfangen; es erforderte ein spezielles Unfallkonzept für die Versicherung. Doch der Blick zur Dreisam ist ein unverwechselbares Merkmal der Burdahalle, und kleine Nutzungseinschränkungen lohnen sich hier. Heute bietet die Halle vielfältigere Nutzungsmöglichkeiten, was man an der farbenfrohen Linierung des Hallenbodens erkennen kann. Viele Sportarten finden hier ihren Platz: So sind die Fechter:innen von der ehemaligen Karl-Herterich-Halle, in der jetzt die TURNbox untergebracht ist, in die Burdahalle umgezogen. Auch die Tischtennisabteilung, die zuvor im jetzigen Freihantelbereich des gym1844 trainierte, nutzt die Halle. Darüber hinaus ist sie auch für Badminton, Basketball, Handball, Pickleball und viele weitere Sportarten geeignet – eine echte Allrounderin.
Zur Optimierung und besseren Nutzung wurden großzügige Geräteräume geschaffen, die sich unter der Tribüne befinden. Die Tribüne ist über das Obergeschoss erreichbar, sodass die Zuschauer:innen nicht durch die Sporthalle laufen müssen und den Sportbetrieb beeinträchtigen. Der alte Schriftzug „Burdahalle“, der vor der Sanierung außen an der Halle angebracht war, hängt jetzt in der Halle – ein Symbol für die emotionale Verbundenheit des Vereins mit diesem Ort.
Optimale Trainingsbedingungen: Die Burdahalle – ein Ort voller Emotionen und Erinnerungen. Hier haben Generationen von Sportlerinnen und Sportlern Siege gefeiert und Tränen vergossen. Trotz Sanierung ist der Charme der Halle erhalten geblieben: Das alte Schild, das früher außen an der Halle hing, wurde integriert, und Teile des ursprünglichen Hallenbodens fanden Verwendung, beispielsweise als Tischplatte in der Geschäftsstelle. Die Burda ist ein wichtiger Teil der sportlichen Geschichte und Identität des Vereins.
Auch die Judohalle wurde umfassend optimiert. Neben den technischen Anforderungen in Bezug auf Energieeffizienz, Brandschutz und Lüftung wurde die Halle flächenmäßig vergrößert und funktional deutlich verbessert.
Fast über die gesamte Sanierungszeit mussten die Kampfsporttreibende in einem Raum im Zentrum Oberwiehre trainieren. Die Unanehmlichkeiten haben sich gelohnt: Das Dojo ist heller, freundlicher und technisch aufgerüstet.
Im Untergeschoss des Riegels wurden die vorhandenen Räumlichkeiten neu gestaltet und umstrukturiert. Das alte Fitness- und Gesundheitsstudio wurde zu Umkleiden und PULSEraum - ein Fitnessraum für Indoor Cycling … - die Karl-Herterich-Halle ist heute die TURNbox und die Sanitär-Anlagen wurden erneuert und vergrößert.
Die Karl-Herterich-Halle hat sich komplett verwandelt. Aus der kleinen Sporthalle, die vor allem für Kindersport und Fechten genutzt wurde, ist nun eine vielseitige TURNbox geworden – vor allem für Kinder, aber auch für Jugendliche und Erwachsene. In der TURNbox erwarten die Besucher:innen zahlreiche Möglichkeiten für Sportspaß: Schnitzelgrube, Großtrampolin, Turngeräte, verschiedene Schaukelmöglichkeiten und eine Boulderwand. Die Halle bietet ideale Bedingungen für turnspezifisches Training – sowohl für Turner:innen, Cheerleader:innen als auch Wasserspringer:innen. Die pädagogischen Einrichtungen, der Kindersport und der Wettkampfsport profitieren gleichermaßen von den vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten. Zudem wird die Halle auch offen für Nichtmitglieder sein. Die TURNbox ist mehr als nur eine Sporthalle – sie ist eine innovative Bewegungslandschaft, die vielseitig nutzbar ist. Und es macht riesig Spaß in die über 3.000 „Schnitzel“ zu springen.
Im ehemaligen Kraftbereich des Fitnessstudios im Untergeschoss wurde ein neuer Raum für Group-Fitnessangebote eingerichtet. Der PULSEraum bietet künftig Platz für Fitnessangebote wie Indoor-Cycling-Kurse, Jumping Fitness und Boxfitness. Der Raum ist dunkel und hat dadurch eine besondere Atmosphäre, die ideal für Fitnessangebote ist, bei denen sich die Teilnehmer:innen bei lauter Musik und der speziellen Lichttechnik, die der Raum hat, auspowern können.
Im Untergeschoss des neuen Hauptgebäudes wurden zudem spezielle Umkleideräume für Indoor- und Outdoorsportler:innen eingerichtet, um die jeweiligen Bedürfnisse optimal zu erfüllen. Mannschaftssportler:innen, die sich vor Spielen oder Trainingseinheiten speziell vorbereiten möchten, finden Gemeinschaftsumkleidekabinen, während für Individualsportler:innen eher ruhige und private Umkleiden geschaffen wurden. Die für den Outdoorsport vorgesehenen Umkleidekabinen haben zudem direkten Zugang zu den Spielfeldern. Dadurch wird die Schmutzentwicklung im Innenbereich des Gebäudes deutlich reduziert, was die Sauberkeit und Wartung erleichtert.