Veranstaltungsreihe April bis Juni 2026
Bewegung und Training sind zentrale Bausteine für Gesundheit und Wohlbefinden. Allgemeine Trainingsempfehlungen gelten jedoch nicht für alle Menschen gleichermaßen. Besonders bei Frauen können hormonelle Veränderungen und der weibliche Zyklus Einfluss auf Leistungsfähigkeit, Regeneration und Körperwahrnehmung haben. Dennoch wird dieses Thema im Sportalltag noch immer zu selten berücksichtigt.
Gendersensible Ansätze in der Trainings- und Gesundheitsförderung setzen genau hier an. Sie berücksichtigen biologische Unterschiede und ermöglichen es, Training individueller, gesünder und nachhaltiger zu gestalten. Ziel ist es nicht, starre Vorgaben zu machen, sondern die eigene Körperwahrnehmung zu stärken und Trainingsprozesse besser an die persönlichen Voraussetzungen anzupassen.
Bedeutung gendersensibler Ansätze für den Sport
Auch im Breiten- und Leistungssport gewinnt das Thema zunehmend an Bedeutung. Ein bewusster Umgang mit dem weiblichen Zyklus kann dazu beitragen, Überlastungen zu vermeiden, das Wohlbefinden zu verbessern und die langfristige Leistungsfähigkeit zu unterstützen. Gleichzeitig trägt ein informierter Umgang mit dem Thema dazu bei, die gesundheitlichen Voraussetzungen von Sportlerinnen stärker zu berücksichtigen und Trainingsprozesse nachhaltig zu gestalten.
Offen und kostenlos für alle
Die Veranstaltungsreihe beginnt mit einer Auftaktveranstaltung inkl. Impulsvortrag am Mittwoch, den 22. April. Für die Teilnahme an der Auftaktveranstaltung ist keine Anmeldung erforderlich.Für die Teilnahme an den Workshops, gefolgt von der Praxisphase sowie einem Reflexionsgespräch und dem Abschluss, ist eine Anmeldung jedoch zwingend erforderlich. Die Anmeldung gilt dann für die gesamte Veranstaltungsreihe, welche aber weiterhin kostenlos und offen für alle Interessierten bleibt.
Die Veranstaltungsreihe richtet sich an Sportlerinnen, Trainerinnen und Trainer und ist für Mitglieder und Nichtmitglieder.
Anmeldung | Female Health Workshops Zur Terminübersicht
Mittwoch, 22. April 2026 | 19.00 – 20.30 Uhr
Der Auftakt bildet den inhaltlichen Einstieg in die Veranstaltungsreihe und setzt einen ersten Schwerpunkt auf die vielfältigen Aspekte von Female Health im Sport.
Eröffnung: Prof. Dr. Wiebke GöhnerGesundheitspsychologin an der Katholischen Hochschule Freiburg und FT-Vorständinfür FreizeitsportImpulsvortrag: Prof. Dr. Jana StrahlerSportpsychologin der Universität Freiburg
Thema: Frauen im (Leistungs-)Sport: Menstruationszyklus und sportliche LeistungsfähigkeitOffen für alle – ohne AnmeldungDie Auftaktveranstaltung ist für alle Interessenten geöffnet. Sie kann einzeln besucht werden und bildet zugleich den inhaltlichen Einstieg für die weiterführenden Workshops.
Samstag, 25. April 2026 | 10.00 – 12.00 Uhr
Die zweite Veranstaltung der Reihe wird von Female‑Health‑Coaches geleitet und kombiniert wissenschaftliche Grundlagen mit praxisnahen Workshops.
GrundlagenvermittlungDer erste Teil bietet eine Einführung in zentrale Aspekte von Female Health im Sport. Thematisiert werden der „Data Gender Gap“, relevante Tabus im Umgang mit dem weiblichen Körper sowie Grundlagen zu Zyklus und Hormonen und deren Einfluss auf Belastbarkeit und Regeneration. Auch mögliche Unregelmäßigkeiten und ihre Bedeutung im sportlichen Alltag werden erläutert.Workshops – praxisnah und zielgruppenorientiertIm Anschluss folgt eine vertiefende Arbeit in Kleingruppen. Die Workshops sind dabei auf die jeweiligen Zielgruppen zugeschnitten und ermöglichen so eine praxisnahe, bedarfsgerechte Auseinandersetzung mit dem Thema.Workshop für SportlerinnenHier geht es um ein vertieftes Verständnis des eigenen Körpers und der individuellen Zykluswahrnehmung. Gezeigt wird, wie dieses Wissen im Trainingsalltag genutzt werden kann, um Belastung und Regeneration einzuschätzen. Ergänzend werden Zusammenhänge mit Training, Ernährung, zyklusbedingten Veränderungen und psychosomatischen Aspekten erläutert.Workshop für Trainer:innenDer Workshop vermittelt grundlegende Kenntnisse zu Female Health im sportlichen Kontext. Im Fokus stehen eine sensible, sachliche Teamkommunikation, der Aufbau eines unterstützenden Umfelds sowie Möglichkeiten, Trainingsplanung und Ernährung im Hinblick auf zyklus‑ und hormonbezogene Faktoren sinnvoll anzupassen.
Ab 25. April bis zur Abschlussveranstaltung
Zwischen Workshop und Abschlussveranstaltung folgt eine Praxisphase, deren Ziel es ist, die vermittelten Inhalte in den eigenen sportlichen Kontext zu übertragen und Erfahrungen mit Berücksichtigung von Female Health zu sammeln.Für SportlerinnenWährend der Praxisphase führen die Sportlerinnen ein Tagebuch, in dem Training, Befinden und individuelle zyklusbezogene Beobachtungen festgehalten werden. Das stärkt die Wahrnehmung eigener körperlicher Veränderungen und unterstützt eine reflektierte Auseinandersetzung mit Belastung und Regeneration.Für Trainer:innenTrainer:innen integrieren das Thema aktiv in ihre Trainingsgruppen, sprechen Female‑Health‑Aspekte an und beobachten, wie sportliche und kommunikative Prozesse davon beeinflusst werden. Die Praxisphase dient als Raum, um neue Ideen und Gesprächsformen auszuprobieren und Rückmeldungen aus dem Team einzuholen.
Samstag, 27. Juni | 10.00 – 12.00 Uhr
Die Abschlussveranstaltung dient der gemeinsamen Reflexion der Praxisphase. Für SportlerinnenIm Gruppenaustausch werden Tagebuchinhalte, Beobachtungen und Erfahrungen besprochen. Ziel ist es, individuelle Muster sichtbar zu machen und den Transfer in den sportlichen Alltag zu stärken.Für Trainer:innenTrainer:innen reflektieren ihre Erfahrungen mit der Integration des Themas in ihren Teams. Dabei geht es um Kommunikation, Trainingsanpassungen sowie die Resonanz innerhalb der Gruppe.Abschließend werden die wichtigsten Erkenntnisse zusammengeführt und Perspektiven aufgezeigt, wie Female Health im Sport allgemein langfristig verankert und weiterentwickelt werden kann.
Die FT legt großen Wert darauf, die gesundheitlichen Aspekte des weiblichen Körpers im Sport sichtbar zu machen. Die Veranstaltungsreihe Female Health verbindet wissenschaftliche Grundlagen - darunter Aspekte wie der “Data Gender Gap” und gesellschaftliche Tabus - mit zielgruppenspezifischen Workshops für Sportlerinnen und Trainer:innen.Die Veranstaltungsreihe schafft Grundlagen, vermittelt Wissen und eröffnet neue Perspektiven auf Female Health im Sport. Für alle, die anschließend vertiefend weiterarbeiten möchten, bietet die FT 1844 Freiburg verschiedene Anschlussformate an.
Coaching in KleingruppenIn Kleingruppen von 2–6 Personen können Themen vertieft und individuelle Fragestellungen bearbeitet werden. Das Coaching umfasst 7 Einheiten und bietet Raum, Female‑Health‑Aspekte gezielt auf den eigenen Trainingsalltag zu übertragen.Kosten: 145 € für Mitglieder · 185 € für NichtmitgliederPersonal TrainingDas Personal Training bietet individuelle Begleitung für Sportlerinnen, die gezielt an zyklusorientiertem Training, Belastungssteuerung, Regeneration oder persönlichen sportlichen Zielen arbeiten möchten. Die Inhalte werden an persönliche Bedürfnisse, Lebensphasen und sportliche Voraussetzungen angepasst.Kosten: 300 € für 3 Einheiten · 800 € für 9 Einheiten (Nichtmitglieder +10%)Beratung durch Female‑Health‑CoachEin persönliches Beratungsgespräch bietet Raum für eigene Fragen und Anliegen rund um Female Health. Dieses Format eignet sich sowohl für Sportlerinnen als auch für Trainer:innen.Kosten: 120 € für 2x 60 Minuten Beratung (Nichtmitglieder +10%)Team-CoachingIndividuelle Coachings für Teams, Mannschaften oder Trainerteams. Inhalte, Schwerpunkte und Ziele werden auf die jeweilige Gruppe abgestimmt.Kosten: nach Absprache
Sie haben Fragen rund um das Thema Female Health, Anregungen zur Umsetzung im Sportbetrieb bei der FT oder möchten gerne Infomaterial zur Auslage in Ihrem Verein oder Fitnessstudio erhalten? Schreiben Sie uns gerne eine E-Mail oder rufen Sie uns an!
female-health(at)ft1844-freiburg.de | 0761 38991844