Das Zukunftskonzept
Historisch betrachtet begann das Zukunftskonzept bereits in den 1960er, als der Verein frühzeitig eigene Sportstätten errichtete, um den Mitgliedern ausreichend Bewegungsräume zu bieten. In den 1960er Jahren entstand die Burdahalle, gefolgt vom Bau des Hallenbads und der Schauenberghalle in den 1970er Jahren. Der Bau dieser Hallen war mutig, zukunftsweisend, einzigartig in Freiburg und notwendig, weil die Stadt nicht genügend Sportflächen bereitstellen konnte.
Erste Sanierungen und Bedarfsplanung2009 begann der Verein mit der Sanierung des Hallenbades, gefolgt von weiteren Modernisierungsmaßnahmen an älteren Hallen und Gebäuden. Irgendwann stand die Burdahalle im Fokus. Dabei war schnell klar, dass eine reine Sanierung auf Dauer nicht ausreichen würde. Die Funktionalität der Halle war nicht mehr zeitgemäß. Die Sportarten hatten sich weiterentwickelt.
Im Jahr 2012 erarbeitete der Verein eine Bedarfsplanung, bei der alle Bereichsverantwortlichen und Abteilungsleitungen die zukünftige Entwicklung ihrer Sportarten sowie die Auswirkungen auf die vorhandenen Sportstätten analysierten. Dabei wurden insbesondere die dringendsten Sanierungs- und Modernisierungsbedarfe identifiziert. Ziel war es, die Infrastruktur entsprechend anzupassen und zukunftssicher zu gestalten.
Die Burdahalle als Initiatorin für das ZukunftskonzeptDa eine reine Sanierung der Burdahalle den Bedarf an Sportflächen nicht decken würde, wurde eine Sanierung und Erweiterung geplant. Dabei sollte die Halle Richtung Rasenplatz verschoben werden, um mehr Fläche für die Nutzer:innen zu schaffen. Der Raum im Untergeschoss hätte Platz für ein größeres Fitnessstudio und Funktionsräume bieten können.Allerdings war unklar, wohin der Sport während der Bauphase ausweichen könnte. Kurz vor der Flüchtlingskrise 2015 wurde eine Einigung erzielt, dass die Stadthalle als Übergangslösung dienen sollte. Zwei Wochen später wurde jedoch bekannt, dass die Stadthalle zur Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge umfunktioniert wird. Daraufhin entschieden sich die Verantwortlichen des Vereins, selbst eine Ausweichhalle zu bauen.
Mit dem Entschluss, die ACT-NOW-Halle zu errichten, änderten sich auch die Pläne für den Umbau der Burdahalle: Alles, was bei der Planung für die Burdahalle für den Wettkampfsport vorgesehen war, konnte in die Planung der ACT-NOW-Halle integriert werden. Außerdem wurde beschlossen, bei der Planung der ACT-NOW-Halle zwei moderne Fitnessräume auf das Foyer zu bauen, um zusätzlichen Raum zu schaffen.
Klausurtagung 2017 stellt Weichen für das ZukunftskonzeptBei der Klausurtagung 2017 entschieden Präsidium und Vorstand, den FT-Sportpark ganzheitlich zu betrachten. Durch diese umfassende Betrachtung konnten Herausforderungen, Bedarfe und Zukunftsgedanken besser erkannt werden – Synergien besser genutzt und Flächenpotenziale entdeckt werden, die bei einer isolierten Betrachtung einzelner Gebäude möglicherweise übersehen worden wären. Gemeinsam mit dem Architekturbüro Dörr begaben sich Präsidium, Vorstand sowie Mitarbeitende des Vereins an die Planung des Zukunftskonzepts FT-Sportpark. Neben der Sanierung und Weiterentwicklung des Burdahallenkomplexes lag ein besonderes Augenmerk auf den Freiflächen des Sportparks. Für diese wurde das Landschaftsarchitekturbüro freisign aus Freiburg beauftragt.
Zukunftsorientiertes Flächenkonzept Das Zukunftskonzept setzt auf flexible Flächenkonzepte statt auf feste Zuordnungen zu einzelnen Sportarten. So kann beispielsweise die RACKETzone multifunktional für Tennis, Pickleball und Basketball genutzt werden. Die Burdahalle kann von vielen verschiedenen Sportarten – von Fechten bis Zirkus – genutzt werden.
Jede neu geschaffene Fläche oder jeder Raum ist multifunktional nutzbar und kann an veränderte Bedürfnisse angepasst werden. Das Projekt ist geprägt von einer ganzheitlichen Perspektive mit hohem Zukunftsbezug.
Der FT-Sportpark wurde umfassend analysiert, mit besonderem Fokus auf Modernisierung, Nachhaltigkeit, Multifunktionalität und Barrierefreiheit. Ziel war es, den Sanierungsstau zu reduzieren sowie die vereinseigenen Hallen und Flächen funktional und optisch aufzuwerten. Zudem sollte der Sportpark erlebbar gemacht und zukunftsfähig gestaltet werden.